Fast 40 Prozent Bioabfall im Restabfallbehälter sind für die Verwertung verloren

Mitarbeiter Müllabfuhr

Die letzte Analyse des Restabfalls ergab fast 40 Prozent Bioabfall im Restabfallbehälter. Diese große Menge an verwertbarem Material nimmt der awb zum Anlass, sich den Inhalt der Restabfallbehälter am Abfuhrtag einmal genauer anzusehen.

Die awb-Abfallberater Elfie Joswig und Johannes Antpöhler öffneten unlängst in einem Uelzener Ortsteil die Deckel von zur Leerung bereit gestellten Restabfalltonnen und stellen bei jedem fünften Behälter Bioabfall fest. Zum einen waren es Kaffeefilter und Brotscheiben, bei anderen aber auch gekochte Speiseabfälle oder Gartenabfall.

Wenn möglich, wurden die Verursacher sofort angesprochen, alle Anderen wurden telefonisch oder schriftlich informiert: Wertstoffe wie Bioabfall müssen getrennt werden.

Neu war den meisten Angesprochenen, dass Speiseabfälle in den Bioabfall gehören. Seit der awb am Entsorgungszentrum Borg eine Vergärungsanlage betreibt wird aus dem Bioabfall zunächst Biogas gewonnen, das zu Strom umgewandelt wird. Die Gärreste werden anschließend kompostiert und der fertige Kompost in Landwirtschaft und Hausgärten zur Bodenverbesserung eingesetzt.

Bioabfall im Restabfallbehälter ist für die Verwertung verloren. Aktuell wird dieses Abfallgemisch zur Müllverbrennungsanlage in Helmstedt transportiert. Die Verbrennung muss dort bezahlt werden. Eine bessere Trennung wäre für die Umwelt, den awb und alle Gebührenzahler ein großer Gewinn. Durch eine deutliche Senkung der zu verbrennenden Abfallmenge könnte jeder dritte Transport zur Verbrennungsanlage entfallen.

Das Ziel der Informationskampagne ist es, den Anteil des Bioabfalls im Restabfall deutlich zu senken.

Für Gartenabfälle, die nicht mehr in die Biotonne passen, bietet der awb 70 l-Zustellsäcke aus Papier an, die für 1,50 € in den Gemeindeverwaltungen, beim awb und den Müllfahrzeugen erworben werden können. Diese können dann am Leerungstag der Biotonne zur Abholung bereit gestellt werden.